Diesen Aufruf schrieb ich im Interesse eines Kommunikationsprozesses mit Menschen, die für eine "echte Demokratie" kämpfen. Demokratie ohne die Selbstbestimmung der und Kooperation mit den gesellschaftlich Arbeitenden ist für mich keine wirkliche bzw. echte Demokratie.

Streik-(Organisations-)Aufruf


Wir sind empört darüber, wie die Menschenwürde mit Füßen getreten wird und sympathisieren deshalb mit allen, die gegen Verarmung und Verelendung aufstehen, wie die die immer wieder  revoltierenden Jugendlichen und Frauen im Iran, dieTunesier*innen, Ägypter*innen, Spanier*innen und nun auch die Bevölkerung in Israel  

Im Visteon-Ford-Werk in El Puerto Santa Maria in Spanien haben nun die Arbeiter*innen einen  Streik gegen Entlassungen begonnen und die Fussball-Spieler in Spanien sind wegen ausstehender  Löhne ebenfalls am Wochenende in einen Streik getreten. Wir denken, dass es auch hier die Zeit reif ist, spontan in einen Streik mit vielfältigen Protesten  gegen die zerstörerischen, menschenunwürdigen und ungerechten Lebensbedingungen zu treten.

Dazu gehören:

• Dumpinglöhne oder gar keine Löhne für die „Generation Praktikum“

• Wir werden dazu erpresst, Produkte herzustellen oder zu vertreiben (z.B. über Call-Center),  die nur den Profit-Interessen einer    kleinen Elite dient

• Massenentlassungen u.a. bei EON. Warum sollen wir Arbeitenden für die falsche  Energiepolitik büßen ?

• Zunehmende Arbeitshetze. Die Busfahrer*innen in Berlin haben so wenig Pausen, dass es unverantwortlich ist, denn sie            tragen die Verantwortung für viele Fahrgäste. Wie oft schon sind Busse (von Reiseunternehmen) wegen Übermüdung der            Fahrer verunglückt? Deshalb  sollen auch sie für gute Arbeitsbedingungen streiken dürfen.

• Bankenmanager und Broker werden immer noch zuvorderst gefördert. Warum wurde und wird ihnen immer noch ein                       Jahresgehalt von mindestens 500.000 Euro (ggf. sogar aus der  Steuerkasse!) zugestanden, während wir, die wir die Krise nicht    verursacht haben, kaum  noch die teuren Mieten und weitere ansteigende „Lebenshaltungskosten“ berappen können?

• Die Politiker haben keine andere Antwort auf die Krise, als mit Repressionen zu drohen. Wir gehen davon aus, dass die Autobrände in Berlin von rechten Politikern über den  Verfassungsschutz in Auftrag gegeben wurden und müssen annehmen, dass, der, der die Brände legt, dafür eine „Abwrackprämie“ bekommt. Aber genau diese werden medial aufgebauscht, um eine Diktatur mit Polizeiwillkür (wie sie gerade in Großbritannien installiert wird) auch hier und europaweit  durchzusetzen.

• Zunehmende  Gewalt  in der  Gesellschaft,  da  sich die  Destruktivität  und  Menschenverachtung in den Kriegen auch gesellschaftsintern verankert. Oder der Frust und Aggression aufgrund der harten Lebensbedingungen wird an Schwächeren – und oftmals sind es Kinder – ausgetobt.

Dies uns vieles weitere wollen wir nicht mehr hinnehmen !

Apropos dem Streik der Fussballspieler in Spanien:
Unsere Köpfe sind rund, nicht damit sie besser rollen,
sondern damit wir sie zum solidarischen und sozialen Denken nutzen!
Die Menschwürde ist kein Fussball, der mit Füßen getreten werden darf !
Empören wir uns gegen die organisierte Unmenschlichkeit !
Organisieren wir einen Streik für Menschenwürde und echte Demokratie !
Kommt zum Alexanderplatz, um dies zu kommunizieren !

Alinka,  den 20.8.2011